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Der 11.11. ist der Auftakt zur 5. Jahreszeit
Zu den
Eigentümlichkeiten der Fastnachts- und Karnevalbräuche gehört
die Bevorzugung der Zahl "11", der so genannten Narrenzahl, die
in den vielfältigen Zusammenhängen vorkommt.
Die Elf gilt
seit dem Mittelalter als närrische Zahl. Sie ist um eins grösser
als die Zehn Gebote und um eins kleiner als die Zahl der Jünger
von Jesus.
Die Fastnacht
dient im Prinzip als Darstellung einer Welt, in der die
alltägliche und gewöhnliche Ordnung aufgehoben oder
überschritten wird. Daher liegt es nahe, dass auch die Zahl "11"
etwas mit dieser Normüberschreitung zu tun haben könnte. Und in
der Tat, in der christlichen Mythologie verweist die Zahl "11"
immer entweder auf die Sünde, wobei sie bei den Narren wohl
manchmal richtig liegt, oder auf die letzte Stunde, die
geschlagen hat. Die "11" überschreitet auch als erste Zahl das
zehnte Gebot.
Seit den 1970er Jahren dehnt
sich die Fasnacht auch in der evangelischen Westschweiz aus, wo
einzelne Fasnachtszentren bereits im 19. Jh. bestanden (Brandons
von Payerne). Dabei wurden die Termine fast beliebig: Die
Fasnacht kann, ähnlich wie in Frankreich, auch im Mai
stattfinden.
Im Tessin gibt es immer noch
die Unterscheidung zwischen der Fasnacht nach römischem und nach
ambrosianischem Ritus, was damit zusammenhängt, dass das Tessin
bis in die 1. Hälfte des 19. Jh. zur Diözese Como und Mailand
gehörte. Die Fasnacht nach römischem Ritus dauert vom Donnerstag
bis am Dienstag vor dem Aschermittwoch, jene nach
ambrosianischem Ritus vom Donnerstag bis zum Samstag vor der
Fastenzeit.
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