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Neuerscheinung über Winterbräuche in der
Schweiz
"O du fröhliche - Prosit Neujahr"
von Fritz von Gunten

Mit viel Sachverstand bringt uns der Verfasser in seinem neuesten
Buch das reichhaltige Brauchtum in den Wintermonaten näher. Die Fasnacht
ist bewusst ausgeklammert, doch ganz kommt der Emmentaler nicht an der
närrischen Zeit vorbei. Ein Kapitel ist dem Greiflet und dem Einschellen
am Dreikönigstag im Kanton Schwyz gewidmet. Aber auch andere
spektakuläre Bräuche finden im Buch Aufnahme. Da sind etwa die
zahlreichen Chlausenbräuche, vor allem natürlich das Klausjagen in
Küssnacht am Rigi, die Anfangs Dezember vor allem die Zentralschweiz, in
den Bann ziehen. Der Advent, Weihnachten und der Jahreswechsel sind
generell ein Thema im Buch. Eine separate Broschüre, die sich mit dem "Guetzle
und Backen" befasst, und mit gegen 30 Rezepten aufwartet, wird mit dem
Buch abgegeben.
Fritz von Gunten lässt es nicht beim Beschreiben des traditionellen
Brauchtums in der kalten Jahreszeit bewenden. Er zeigt analog von
Beispielen auch auf, welcher Wandel sich beim Schreiben von
Festtagsgrüssen vollzogen hat. Die persönliche Karte wird heute häufig
von SMS abgelöst. Für den Laien leicht verständlich, wird etwa
dargelegt, was die Bochselnacht bedeutet oder wie Genf das Fest der
Eigenständigkeit mit der Escalade feiert.
"O du fröhliche - Prosit Neujahr" ist eigentlich kein grossartiger
Bildband. Es überzeugt vielmehr durch seine Vielfalt, sowie die
sorgfältige Gestaltung. Ein Verzeichnis bringt uns die Ortschaften
näher, wo zwischen Dezember und Januar das Brauchtum beheimatet ist. Die
meisten Feste hat der Autor selber besucht. Deshalb vermag er dem Leser
einfühlsam und ausführlich zu vermitteln, welche Bewandtnis es mit
diesem oder jenen Brauch auf sich hat.
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Harder Potschete aus Interlaken
Besonders reichhaltig an Festen, auch in der eigenen Familie, ist
der letzte Tag des Kalenderjahres. Am Silvester finden etwa das
Achentringelen in Laupen, der Altjahresel in Schwarzenburg BE oder das
Silväschter-Trösche in Hallwil statt. Alles Feste, die uns Fritz von
Gunten näher bringt. Der Verfasser selber, nennt den Besuch des
Silvesterchlausen im Appenzeller Hinterland als Höhepunkt seiner
dreijährigen Recherchentätigkeit, bis er alle Beiträge für das Buch
zusammen getragen hatte. Er wohnte diesem Winterbrauch aber nicht nur am
31. Dezember bei, sondern besuchte Urnäsch
auch am Alten Silvester, also am 13. Januar. Mehrere Seiten und Bilder
sind dem wohl schönsten Brauch, den die Schweiz im Winter anzubieten
hat, gewidmet. Es ist gleichzeitig das Schlusskapitel in einem Buch, das
durchaus zum Lesen und Betrachten anregt.
Gerade noch rechtzeitig zum Jahresende von 2009 ist ein weiteres
Brauchtumsbuch erschienen, für das Fritz von Gunten als Autor
verantwortlich zeichnet. Ausführlich befasst sich der 62-jährige Berner,
der als selbständiger Berater für Öffentlichkeitsarbeit in der
Kulturmühle Lützelflüh tätig ist, mit dem vielfältigen Brauchtum in der
Winterkulturlandschaft Schweiz.
Erschienen ist das 252-Seiten umfassende Werk in der Druckerei
Schürch AG, Huttwil BE.
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Das Buch kann bei der Druckerei Schürch AG, 4950 Huttwil BE,
oder in jeder Buchhandlung, bezogen werden oder: info@schuerch-druck.ch, -
www.schuerch-druck.ch
Bericht: Peter Burgunder
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Oldies und Evergreens
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