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Die Ermatinger Groppenfasnacht
ein kulturelles Ereignis!
Alle drei Jahre findet im Unterseedorf Ermatingen der
grosse Groppenumzug statt.
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Mit grosser Wahrscheinlichkeit entstammt die Groppenfasnacht
einem altgermanischen Frühlingsfest der hier heimischen Fischer.
Da der flache Untersee zu jener Zeit fast jeden Winter zufror
und dadurch das Fischen eingestellt werden musste, nahmen die
Fischer alljährlich den Fang der ersten Groppen zum Anlass, ein
Frühlingsfest zu feiern, in dessen Mittelpunkt - ähnlich wie
beim Sechseläuten in Zürich - die Vertreibung des Winters stand.
Mit der päpstlichen Entstehungslegende gelang es den Ermatingern,
am ursprünglich heidnischen Frühlingskult auch in «christlicher
Zeit» festzuhalten. Über Jahrhunderte hinweg wurde das
Groppenfest nur im «Staad», dem Dorfteil der Fischer am See,
gefeiert, während die Leute im Oberdorf die Bauernfasnacht
begingen. Schliesslich legten die beiden Dorfteile ihre Fasnacht
zusammen. Seither feiern die Ermatinger am Lätare-Sonntag, drei
Wochen vor Ostern, zu Ehren des Groppes, «die letzte Fasnacht
der Welt». |
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Nach der Legende geht der Ursprung in die Zeit des Konstanzer
Konzils ins Jahr 1415 zurück.
Aufzeichnungen über Groppenumzüge stammen vom Ende des 19.
Jahrhunderts. Selbst zu jener Zeit war der Umzug noch eng mit
seinem Namensgeber verknüpft. «Die Groppen sind eine Art kleiner
gefrässiger Raubfische, die sich mit Vorliebe im moosigen Grund
des seichten Untersees bei Ermatingen aufhalten und nur hier zur
Frühlingszeit gefangen
Es ist bekannt, dass 1894 und 1896 Umzüge stattfanden, die schon
viel Ähnlichkeit mit dem heutigen Schauspiel hatten. Ein
detailreicher Stich aus dem Jahre 1896 zeigt den Umzug bei der
Dorfkirche, wie er vom Gropp zusammen mit König Menelik von
Abessinien mit seinen schwarzen Scharen in prächtigen
Reitergestalten angeführt wird. Es ist allerdings nicht mehr
bekannt, wer zu jener Zeit die Umzüge organisierte. |
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Jeder Grosse Groppenumzug spiegelt den jeweiligen Zeitgeist im
Dorf: Im 19. Jahrhundert, als Reisen noch das Privileg einiger
weniger war, standen beispielsweise Sujets aus dem Orient hoch
im Kurs. Aber auch die «Installation des elektrischen Lichts in
Ermatingen» oder das Aufkommen des Kaugummis waren Umzugsthemen.
Angeführt wird der Umzug immer vom Gropp, als Majestät des
Tages. Ihm folgen die Fischer, die ihren Fang präsentieren. Auch
die regelmässig wiederkehrenden «Schilfmonster» haben einen
starken Bezug zum See. So erinnert jeder Umzug an die
jahrhundertalte Fischertradition im Dorf, aus der letztlich auch
die Groppenfasnacht entstanden ist. Sujets aus dem Grossen
Groppenumzug sind auch schon an der Expo in Lausanne, am
Oktoberfest in München sowie dem Sechseläuten in Zürich gezeigt
worden. |
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GROSSER GROPPENUMZUG findet nur alle drei Jahre statt.
Mit 40 Gruppen und über 1500 Mitwirkenden. Traditionelle Fischergruppen,
satirische Prachtswagen, farbenfrohe Frühlings- und Märchensujets, Guggen,
Musik, fasnächtliches Treiben im ganzen Dorf.
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Oldies und Evergreens
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