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Escalade

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Escalade in Genf

 

 

Die «Companie de 1602»

 Diese 1926 gegründete historisch-patriotische Gesellschaft wahrt die Tradition der Genfer Escalade. Auf eigene Kosten unterhält und erneuert sie di Kostüme und das Material des Umzugs und organisiert Aktivitäten rund um das Fest: Besichtigungen der Altstadt, Verkauf von Suppe, Glühwein und verschiedene Publikationen. Sie ist zuständig für die militärischen Vorführungen und das Aufrichten der Sturmleitern an der frühen Stadtmauer. All diese Aufgaben bestreitet die historische Gesellschaft – die grösste in ihrer Art in der Schweiz – aus Verkaufserlösen, Spendengeldern, Mitgliederbeiträgen und Schenkungen ihrer 2400 Mitglieder.

Das Fest findet immer am Wochenende statt, das in der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember am nächsten liegt. Am Freitagabend um 18 Uhr wird die Escalade offiziell eröffnet. Am Samstag und Sonntag finden zahlreiche Vorführungen, Besucher der Altstadt und Konzerte statt. Am Sonntag von 17 bis 20 Uhr zieht der historische Zug durch die Altstadt.

 

 

 

Die Geschichte

 Nur allzu gerne hätte der Herzog von Savoyen Genf zu seiner Hauptstadt gemacht; Papst Klemens VIII. und der katholische König Philipp III. von Spanien ermutigte ihn dazu. Die Stadt war damals ein Brückenkopf des protestantischen Europa und  in jener Nacht einmal mehr Gegenstand der Machtgelüste katholischen Dynastien.

So geschah es in einer pechschwarzen Nacht vom finsteren Unterfangen des Sire Charles-Emmanuel, Herzog von Savoyen. Dieser liess die kleine Stadt von einer zweitausend Mann starken Armee angreifen, die an den äusseren Stadtmauern drei Sturmleitern aufstellte. Doch die  «Escalade», der Versuch, die Mauern Genfs zu stürmen, wurde zum Debakel für die Savoyer, denn die Wächter wachten über die Stadt. Dank menschlichem Erfindergeist und göttlicher Unterstützung gelang es den Genfern, ihre Unabhängigkeit als «protestantisches» Rom zu bewahren.

Das Hauptereignis der Escalade ist der historische Umzug am Sonntag Abend, an dem der Stadtwall von 1602 umwandert wird. Als eindrückliche Flammenkette von Fackeln schlängelt sich der Zug zur Kathedrale hoch. Alle Teilnehmer tragen historische Kostüme. Eine Gruppe von Tambouren führt den Zug an. Die Zuschauer stampfen vor Freude mit den Füssen, wenn sie dem unheimlichen Henker mit der dunklen Kapuze und seine Helfer vorbeischreiten sehen. Die furchteinflössende Gruppe erinnert daran, dass dreizehn Savoyer am Galgen endeten. Dem Henker und seinen Gehilfen folgt die Prozession der Pastoren. Zwei Genfer Frauen, die sich durch ihre Wehrhaftigkeit hervortaten, tragen den berühmten Suppentopf, den sie einem Savoyer Angreifer kurzerhand über den Kopf gestülpt hat und deshalb ist der Kochtopf zum Symbol des Festes geworden.

In den Gassen der Genfer Altstadt wird an jeder Escalade zur Erinnerung eine deftige Gemüsesuppe mit Zutaten wie Speck, Knoblauch, Lauch und Zwiebeln serviert.

 

 

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Oldies und Evergreens

 

 

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Stand: 07.06.10