Brauchtum-Fasnacht     

Home Nach oben Feedback Inhalt Suchen

Masken Brauchtum

 

Zwei deutsche Fasnächtler sind sehr beeindruckt von den Krienser Masken und besuchten den Krienser Maskenschnitzer Toni Meier in seinem Atelier.

Stephan, selbst Maskenschnitzer war sehr fasziniert von diesen Krienser Masken.


Museumsblättlelogo




Umgesetzt wird das Konzept zur Wiederbelebung alter Plätzlermasken mit dem aktiven Zunftmitglied und Maskenschnitzer Stephan Strauss. Es ist aktuell der jüngste Maskenschnitzer der Plätzlerzunft und schnitzt seit 2010 für die Zunft. Wir haben mit ihm ein Interview geführt.


Du schnitzt nun seit letztem Jahr für uns nach alten Vorlagen neue individuelle Plätzlermasken. Wie bist denn eigentlich zum Schnitzen gekommen?

Durch die Begeisterung an der Fasnet. Schon von meiner Mutter habe ich da sehr viel in die Wiege gelegt bekommen, was es heißt zu „narren“. Masken haben mich schon als Kind gereizt und begeistert. Wenn andere Kinder hinter ihren Eltern standen wenn Hexen vorbeisprangen, bin ich ganz nach vorne. Meine Mutter ahnte damals schon, dass mit mir was nicht stimmt (lacht).


Du bist also auch selber ein Vollblutnarr und an der Fasnet aktiv?

Ja, das kann man so sagen. Ich gehe gerne auf die Gass, strähle, rede mit den Leuten unter der Maske. Genau so gern bin ich aber auch in meinem Atelier und schnitze neue Masken. Beides gehört für mich zusammen: die Leidenschaft und Begeisterung zum Schnitzen und das Ausleben der Fasnet unter der Maske. Von diesen Erlebnissen zehrt man ein ganzes Jahr und ich freu mich immer wenn Weihnachten naht. Dann geht es nämlich nicht mehr lang und es ist wieder Fasnet.

Wo hast du schnitzen gelernt?

Größtenteils war das eine eigenständige Angelegenheit. Ich hatte leider niemand der mir da groß was zeigen konnte. Das war natürlich nicht immer einfach und ich hab auch viel Mist gebaut, grad als ich mit 12 Jahren mit dem Schnitzen begann, aber gerade das autodidaktische lässt einen sehr reifen. Mit 16 Jahren wollte ich Bildhauer werden, bin sogar auf der Bildhauerschule in Elbigenalp in Tirol angenommen worden. Leider hatten meine Eltern damals nicht das nötige Geld, um mir diese Schule zu finanzieren. So bin ich dem Rat einer befreundeten Künstlerin nachgekommen bei der ich Zeichenunterricht hatte und hab einen Brotberuf gelernt: Restaurantfachmann. Mittlerweile besuche ich aber regelmäßig Kurse, bin im Sommer z. B. immer eine Woche in Tirol auf der besagten Schule und habe guten Kontakt zu ein paar herausragenden Bildhauern, mit denen ich mich in regem Austausch befinde.

Wie bist du dazu gekommen die alten Plätzlermasken neu aufzulegen?

Auf die Idee hat mich unser Archivar Andreas Reutter gebracht. Als er hörte, dass ich schnitze, kam er recht bald mit einem Bild von einer leider nicht mehr existierenden sehr schönen Plätzlermaske, dem sogenannten „Pfeifferle“ auf mich zu und fragte, ob ich diese Maske nicht nachschnitzen könnte. Ich hab mich dann hingesetzt und basierend auf einer Vielzahl verschiedener Bilder ein Plastilinmodell erstellt, vom dem ich Fotos machte die ich dannPfeifferle_Entwurf 018Erste Arbeit für die Plätzlerzunft: Das Pfeifferle. Hier der Plastilin-Entwurf
Andreas Reutter zugeschickt habe. Er gab dann wiederum Verbesserungsvorschläge an. Dieser Prozess zog sich über viele Monate hin, bis die Gesichtszüge mit denen der alten Maske weitgehend übereinstimmten. Es war meine erste Arbeit für die Zunft und aus meiner Sicht ist sie gut gelungen. Vielleicht ein wenig zu freundlich, denn das Original war ein wenig grimmiger und schaute noch ernster als meine.
Pfeifferle_Reutter-Narrensprung SZ Kästle (34)
... und die fertige Maske, geschnitzt von Stephan Strauss

Was reizt Dich an den alten Plätzlermasken?

Faszinierend ist an den alten Plätzlermasken, dass sie basierend auf einem gleichen Grundtyp sehr viel Spielraum für unterschiedliche Gesichtsausdrücke und Stimmungen zulassen und somit einen individuellen Charakter erlauben. Das sieht man sehr schön an den Masken von Eugen Valentini. Er hat 10 Masken -als eine Serie geschnitzt- wo alles dabei war, von grimmig bis freundlich. Als Ergebnis kamen wunderschöne Porträtmasken dabei heraus. Damals hat er seinen Sohn als Vorlage genommen, der verschiedene Grimassen ziehen musste. Das ist super. Ich freu mich richtig, diese Serie Stück für Stück wieder zum Leben zu erwecken und auf die Straße zu bringen.

 

Mehr zum Maskenschnitzer erfahren Sie auf seiner

Homepage:  www.strauss-masken.de

Maskenschnitzer Toni Meier, Kriens: http://www.woodart.ch

 

 

 

_____________________

Oldies und Evergreens

__________________

AUVISTO.ch

Die Welt der Töne

__________________

 

Home ] Nach oben ]

Copyright © 2010 AUVISTO
Stand: Dezember 2011