Paul
Strassmann, geboren am 4. August 1922, lernte im Schulalter noch
in seiner Heimat Flums, Maskenschnitzer bei ihrer Arbeit kennen.
Neben anderen, hat er bei dem Altmeister von Flums, Justus Stoop
(1869-1950) viele Stunden in seiner Werkstatt verbrachte. Schon
damals erwachte in ihm den Wunsch, dass er dies auch einmal
machen möchte!
Als er
16 Jahre alte war, kam er nach Zürich. Jahrelang besuchte er
sonntags das Zürcher Landesmuseum um hier Masken aus vielen
Gegenden zu studieren und zu zeichnen. Einen eigenen Stil
suchend, wurde Paul 1948 auf den Bündner Maskenschnitzer aus
Domat-Ems, Albert Anton Willi (1872-1954) aufmerksam. Diese
Masken beeindruckten ihn dermassen, dass er sich entschloss,
Holzmasken dieser Art zu schnitzen. Zu Beginn der 50er Jahre kam
Paul Strassmann auch nach Domat/Ems, um den Heimatort von Willi
kennen zu lernen. Er bekam dort weitere Willi-Masken zu sehen.
Damit hatte er ein eigentliches Vorbild gefunden. Willi's Masken
wollte er vorerst kopieren, aber es war gar nicht so leicht,
sich in dieses Metier einzuarbeiten.
Zunächst
entstanden kopierte Masken doch nach vielen Versuchen begann er
das Handwerk seines Vorbildes zu beherrschen und im Laufe der
Zeit auch zu verfeinern. So entstanden nach Jahren der
"Lehrzeit" Masken nach seinen eigenen Ideen und Vorstellungen.
Obwohl die Art Willis im Werk Strassmanns noch heute sichtbar
ist, so möchte er nicht als Nachahmer ohne Schöpferkraft
bezeichnet werden. Paul Strassmann möchte bewusst und das ist
sein Anliegen, die Willi Maske gleichsam zur Tradition werden
lassen, sie aber noch vielfältiger und reicher gestalten. Heute
arbeitet er ganz nach eigenen Ideen und er möchte diese alte
Tradition in unserem Land weiterhin fortsetzen. Doch so perfekt
er die alte Technik beherrscht, die Maskenschnitzerei bleibt für
Paul Strassmann immer nur Hobby und Freizeitbeschäftigung. Das
handwerkliche Können erwarb er sich autodidaktisch. Das mag auch
seine eigene Schnitztechnik erklären, die er sich aneignete.