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Früher als anderswo heben die fasnächtlichen Manifestationen in der
schwyzerischen March an. Zwischen dem Dreikönigstag (6. Januar/Feiertag
im Kanton Schwyz) und dem Aschermittwoch kommt die March einem
Tummelplatz verschiedenster älterer und neuerer Maskentypen gleich. Im
Zentrum steht das schmucke Dorf Siebnen, aber auch in allen anderen
Ortschaften der Region lebt das bunte Maskentreiben.
Die
Hauptfigur ist der in Siebnen, Wangen, Lachen, Altendorf und Reichenburg
anzutreffende Rölli. Charakteristisch für ihn ist der um die Lenden
getragene Schellengürtel mit aufeinander abgestimmten Glöcklein, die
durch die tänzelnden Bewegungen hell erklingen. Die Rölli tragen eine
feine Holzmaske, welche ein glattes Männergesicht darstellen, obwohl
auch Frauen und Kinder diesen spektakulären Brauch ausüben dürfen. Die
Farben des Kostüms mit aufgenähten Wollbüscheln weichen, je nach Dorf,
etwas voneinander ab. Die Rölli verteilen Eierringli, ein spezielles
Gebäck aus der Region, manchmal aber auch Nüsse oder Süssigkeiten. In
der jetzigen Aufmachung lässt sich der Rölli geschichtlich nur etwa 130
Jahre zurückverfolgen. |