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Die Schnäggähäxä (Schneckenhexen)
Tscherlach SG

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Das Sarganserland ist ein Zentrum des
fasnächtlichen Treibens und des Maskenbrauchtums. Die Haupttage der
Fasnacht gelten als hohe Feiertage. Im Vordergrund stehen herbe
Holzmasken in vielen Variationen, wie etwa in Tscherlach, wo seit 1988
die "Schnäggähäxä" beheimatet sind. Die prächtigen Larven für die Butzi,
wie die Masken in der Umgangssprache hier heissen, schaffte der bekannte
Maskenschnitzer Max Tschuss, der anfänglich selber aktiv an den
Auftritten teilnahm.
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Auch das hat Tradition: die Namen der Häxen sind abgeleitet von
Uebernamen einiger Dorfbewohner. In Tscherlach wurden früher Schnecken
gezüchtet, daher war die Namensgebung naheliegend. Neuerdings werden die
Masken auch getauft, eine erste vielbeachtete Hexennacht fand im Februar
2009 statt. Dabei wurde Meinrad Ramer zum Hexenmeister erkoren und bei
dieser Gelegenheit auch zwei weitere Mitglieder einer nassen Prozedur
unterzogen. Die Schneckenhexen sind mit den Chlösterlihexen in Urdorf ZH
eng befreundet und haben dort anlässlich der regelmässigen Besuche in
der Waldpurgisnacht wohl gesehen, wie sich eine Hexentaufe vollzieht |

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Inzwischen gehören die Hexen zum Dorfbild von
Tscherlach. 25 Masken im roten Kostüm und 4 Junghexen (noch ohne Maske)
tummeln sich an den Fasnachtstagen im Sarganserland. Aussergewöhnlich
sich auch ihre Fussrasseln, die beim Laufen der Häxen eine besonders
Note verleihen. Neben den Auftritten im eigenen Dorf, gehört der Besuch
des Fasnachtsumzuges bei den Rölli im benachtbarten Walenstadt, zur
Tradition. Vor den wilden Hexen muss man sich vor allem dann in Acht
nehmen, wenn das Hexenrad in Aktion tritt und manches Mädchen kopfüber
und kopfunter durchgeschüttelt wird. Die "Schnäggähäxä" bereichern die
närrischen Tage im Sarganserland und gehören mittlerweile zum festen
Bestandteil der fünften Jahreszeit in dieser Region. |

Bericht: Peter Burgunder
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Oldies und Evergreens
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