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Die Märchler Rölli fanden nicht nur
in den Dörfern der Linthebene Gefallen. Die Narrenfigur
verbreitete sich in verschiedenen Regionen, darunter auch
ins Sarganserland. In Mels treten noch heute einige Rölli am
Umzug auf, erhalten hat sich die Tradition aber vor allem in
Walenstadt.
Die einzige Gemeinsamkeit mit den
ursprünglichen Narren aus der March ist der breite
Rollengurt geblieben.
Das Gesicht ist mit einer
schwarz-rot-weiss bemalten Holzlarve vermummt. Die Hosen und
Kittel bestehen aus verschiedenfarbig besetzten
Filzplätzchen. In der Hand schwingen die Rölli einen harten,
keulenartigen Knüppelstock. Die Narren in Walenstadt wollen
nicht erkannt werden, weshalb sie die Hände mit weissen
Handschuhen verbergen und auch die Stimme verstellen.
Die Rölli zeigen sich am Sonntag vor
dem Aschermittwoch erstmals vor dem Rathaus dem Publikum.
Vor allem von den Kindern werden sie lautstark begrüsst.
Dabei geht es ungestüm zu und her. Nach den "Rölli, Rölli,
Suppenchnölli"-Rufen machen sich die Kinder in allen
Richtungen davon, verfolgt von den Narren, die gleichentags
auch den Umzug in Walenstadt anführen.
Wer die Maskenfigur sehen will, hat
auch am Fasnacht-Montag und Dienstag dazu Gelegenheit.
Anzutreffen sind die Rölli aber nur in Walenstadt, denn die
Statuten verbieten auswärtige Auftritte.
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